Sameena ist eine pakistanische christliche Asylbewerberin, die vor sechs Jahren zusammen mit ihrem Ehemann Ashfan und ihren fünf Kindern nach Bangkok kam. Die Familie musste aus Pakistan fliehen, da sie als Christen in einem islamischen Land, das sich gegenüber Menschen anderer Glaubensrichtungen drastisch radikalisiert, religiös verfolgt wurde. Sie hatten Angst, nach Pakistan zurückzukehren, da ihr Leben dort bedroht sein könnte.
Sameena und ihre Familie sind keine Ausnahme, wenn es um das voreingenommene Verhalten der pakistanischen Regierung geht, die niemals auf Verbrechen gegen Minderheiten reagiert und diese niemals durch die Einführung der notwendigen Gesetze schützt. Das macht Pakistan zu einem der gefährlichsten Orte der Welt für Christen. Die Familie beantragte beim UNHCR in Bangkok Schutz und erhielt den Flüchtlingsstatus.
Wie viele andere christliche Asylsuchende in Bangkok erhielt auch Sameenas Familie keine finanzielle Unterstützung vom UNHCR. Für die Eltern war es eine tägliche Herausforderung, ihre Kinder (Alia, 11, Maryam, 13, Hania, 17, Saqib, 18) angemessen zu ernähren. Die Situation verschärfte sich jedoch, als Ashfan vor drei Jahren von der Polizei festgenommen und für unbestimmte Zeit in ein Abschiebezentrum gebracht wurde.
Für Sameena war es sehr schwierig, allein für ihre Kinder zu sorgen und über die Runden zu kommen. Sie drängte das UNHCR immer wieder, sie so schnell wie möglich in ein sicheres Drittland umzusiedeln, damit sie ihr Leben als illegale Einwanderer in Thailand hinter sich lassen konnten und vor allem Ashfan aus der Haft entlassen werden konnte. Nach sechs Jahren erhielten sie schließlich die erfreuliche Nachricht, dass sie in die Vereinigten Staaten von Amerika umgesiedelt werden würden.
Das UNHCR organisierte ihre Visa für die USA und stellte ihnen die Flugtickets zur Verfügung, jedoch musste die Familie eine hohe Geldstrafe an die thailändische Einwanderungsbehörde zahlen, da sie ihre Aufenthaltsdauer überschritten und gegen thailändisches Recht verstoßen hatte. Der Betrag belief sich auf fast 3000 Euro, was für eine Familie, die nicht arbeiten darf und als illegale Einwanderer in Bangkok lebt, eine enorme Summe darstellt. Unsere Stiftung erhielt ihre Anfrage zur Zahlung der Geldstrafe für die Überschreitung der Aufenthaltsdauer und wir beschlossen, ihnen zu helfen, da wir ihr sechsjähriges Leid beenden wollten. Durch unser Team von Freiwilligen in Bangkok stellten wir ihnen umgehend die erforderlichen Mittel zur Verfügung, damit sie ihre Reise von Thailand in die USA organisieren konnten.
Am 14. April 2025 konnte die Familie mit Gottes Gnade von Bangkok nach New York fliegen, und Ashfan konnte nach drei langen Jahren in Haft wieder mit seiner Familie vereint werden. Die Familie war glücklich und sehr dankbar für die Unterstützung, die sie in ihrer Not erhalten hatte. Nun sind sie in den USA angekommen und haben ein neues Leben als Familie begonnen, ohne Angst vor einer Verhaftung. Sie besitzen eine Arbeitserlaubnis, können legal arbeiten und ihre Kinder können zur Schule gehen, um sich eine bessere Zukunft aufzubauen.

